eine Action-Kamera an einem Motorradhelm

So befestigt man eine Action-Kamera am Motorradhelm (Umfassende Anleitung für bessere POV-Aufnahmen)

Wenn Sie Ihre Fahrten aufzeichnen, können Sie malerische Straßen, aufregende Reisen und unvergessliche Momente aus der Ich-Perspektive festhalten. Eine zuverlässige Motorradkamera-Ausrüstung hilft Motorradfahrern dabei, fesselnde POV-Aufnahmen zu erstellen und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen, da sie ihre Hände ganz auf das Fahren konzentrieren können.

Um jedoch das beste Filmmaterial zu erhalten, kommt es nicht nur auf die Wahl der richtigen Kamera an – auch die richtige Befestigung am Helm spielt eine ebenso wichtige Rolle. Die richtige Position, Befestigungsart und der richtige Kamerawinkel können Vibrationen reduzieren, die Stabilität verbessern und sicherstellen, dass Ihre Videos das echte Gefühl jeder Fahrt einfangen.

In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Action-Kamera am Motorradhelm befestigen, die beste Befestigungsposition auswählen und flüssigere Videos vom Motorradfahren aufnehmen können.

Tipps für bessere Motorradvideos

Warum sollte man seine Action-Kamera am Helm befestigen?

Die Befestigung am Helm ist nach wie vor eine der beliebtesten Optionen für Motorradfahrer, da sie dem Blickwinkel des Fahrers auf der Straße sehr nahe kommt. Im Gegensatz zu Kameras, die am Lenker oder an der Brust befestigt sind, folgt eine am Helm montierte Kamera auf natürliche Weise den Kopfbewegungen des Fahrers, sodass die Zuschauer genau wie der Fahrer in Kurven blicken und diese vorhersehen können.

Zu den weiteren Vorteilen gehören:

  • Vermittelt eine authentische Fahrperspektive aus der Ich-Perspektive 
  • Bessere Sicht beim Blick in den Rückspiegel oder beim Blicken um Ecken 
  • Einfacher Wechsel zwischen verschiedenen Motorrädern 
  • Kompatibel mit den meisten Action-Kameras 
  • Erfordert keine Änderungen am Motorrad selbst 

Für Motorradfahrer, die Reisevideos oder Motorrad-Vlogs erstellen, wirken am Helm befestigte Aufnahmen oft eindringlicher, da die Zuschauer die Fahrt aus der Perspektive des Fahrers erleben und nicht aus einer festen Position am Motorrad.

Was Sie vor der Installation benötigen

Wenn Sie vor Beginn alles vorbereiten, erleichtert dies die Montage und trägt zu einer sicheren Befestigung bei.

Unverzichtbare Ausrüstung

  • Eine Action-Kamera
  • Motorradhelm
  • Gebogene, selbstklebende Helmhalterung
  • Schnellverschluss
  • Rändelschraube
  • Alkoholtücher oder Isopropylalkohol
  • Mikrofasertuch
  • Sicherheitsleine (empfohlen)

Wenn Sie eine Klebehalterung verwenden, wählen Sie stets eine, die speziell für gewölbte Helmooberflächen entwickelt wurde. Herkömmliche Klebepads bieten möglicherweise nicht die gleiche Haltbarkeit, insbesondere bei langen Fahrten bei heißem Wetter oder starkem Regen.

Profi-Tipp: Bringen Sie eine Klebehalterung niemals unmittelbar nach dem Waschen Ihres Helms an. Vergewissern Sie sich, dass die Oberfläche vollständig trocken ist, bevor Sie den Klebstoff auftragen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So befestigen Sie eine Action-Kamera am Motorradhelm

Schritt 1: Wählen Sie die beste Befestigungsposition aus

Bevor Sie irgendetwas befestigen, legen Sie fest, wo die Kamera angebracht werden soll.

Jede Position bietet je nach Fahrstil unterschiedliche Vorteile.

Einbaulage POV-Qualität Stabilität Windgeräusche Am besten für
Kinn Hervorragend Hervorragend Niedrig Tägliche Ausfahrten, Touren, Vlogging
Seite Sehr gut Gut Mittel Modulare Helme
Nach oben Gut Gut Hoch Abenteuer und Offroad-Fahren
Brust Gut Hervorragend Sehr niedrig Gelände- und Trailfahren

 

Für die meisten Motorradfahrer bietet die Kinnposition das beste Gleichgewicht zwischen Stabilität, Sicht und Komfort.

Schritt 2: Die Oberfläche des Helms vorbereiten

Viele Reiter unterschätzen diesen Schritt, doch die Vorbereitung des Untergrunds hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie fest die Halterung sitzt.

Wählen Sie zunächst eine glatte Stelle an der Helmschale aus, die der Form Ihrer Klebehalterung entspricht. Reinigen Sie die Oberfläche gründlich mit Isopropylalkohol, um Staub, Fett, Wachs und Straßenschmutz zu entfernen.

Lassen Sie den Helm vollständig an der Luft trocknen, bevor Sie die Halterung anbringen.

Verwenden Sie keine Haushaltsreiniger, da diese Rückstände hinterlassen können, die die Haftkraft beeinträchtigen.

Häufiger Fehler

Das Anbringen einer Klebehalterung an einem verschmutzten oder leicht feuchten Helm kann die Haftkraft beeinträchtigen und das Risiko erhöhen, dass sich die Halterung bei langen Fahrten oder bei heißem Wetter löst.

Schritt 3: Die Klebehalterung korrekt anbringen

Ziehen Sie die Schutzfolie ab und richten Sie die Klebehalterung sorgfältig aus, bevor Sie sie auf den Helm andrücken.

Sobald die Halterung den Helm berührt, sollten Sie sie nicht mehr verschieben. Üben Sie etwa 30 bis 60 Sekunden lang festen Druck auf die gesamte Klebefläche aus, um einen vollständigen Kontakt sicherzustellen.

Auch wenn sich die Halterung auf den ersten Blick stabil anfühlt, sollten Sie der Versuchung widerstehen, die Kamera sofort zu montieren.

Um eine optimale Haftung zu erzielen, lassen Sie den Klebstoff vor der Fahrt mindestens 24 Stunden aushärten. Warten Sie nach Möglichkeit bis zu 48 Stunden, insbesondere wenn Sie mit Autobahngeschwindigkeit oder bei heißem Wetter fahren.

Die Verwendung der Kamera, bevor der Klebstoff vollständig ausgehärtet ist, ist einer der häufigsten Gründe für ein vorzeitiges Versagen von Helmhalterungen.

Schritt 4: Befestigen Sie die Kamera sicher

Sobald die Klebehalterung vollständig ausgehärtet ist, können Sie Ihre Action-Kamera befestigen.

Schieben Sie die Schnellverschlussschnalle in die Halterung, bis sie hörbar einrastet. Befestigen Sie die Kamera anschließend mit der Rändelschraube und achten Sie darauf, dass sie von Hand fest angezogen ist. Die Kamera sollte stabil sitzen und sich nicht merklich bewegen, wenn Sie den Helm leicht schütteln.

Wenn Ihre Montage Verlängerungsarme oder Winkeladapter umfasst, sollten Sie die Baugruppe so kompakt wie möglich halten. Verlängerungsarme können zwar zu einem besseren Blickwinkel beitragen, erhöhen jedoch auch die Hebelwirkung, wodurch die Kamera auf unebenen Straßen anfälliger für Vibrationen wird.

Für Fahrer, die häufig mit Autobahngeschwindigkeit unterwegs sind, liefert eine kompakte Halterung fast immer stabilere Aufnahmen als eine lange, gelenkige Halterung.

Lassen Sie die Sicherheitsleine nicht weg

Ein Sicherheitsband ist kostengünstig, kann aber sowohl Ihre Kamera als auch andere Verkehrsteilnehmer schützen.

Befestigen Sie ein Ende des Sicherungsbandes am Kameragehäuse und das andere Ende an einem sicheren Punkt am Helm. Sollte die Klebehalterung oder die Rändelschraube unerwartet versagen, verhindert das Sicherungsband, dass die Kamera auf die Straße fällt.

Dieser zusätzliche Schritt ist besonders bei Fernreisen, im Gelände oder bei Fahrten bei heißem Wetter von großem Nutzen, da Klebehalterungen dabei einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt sein können.

Tipp vom Experten:

Überprüfen Sie vor jeder Fahrt die Rändelschraube von Hand. Durch die Vibrationen des Motors können sich die Befestigungsteile mit der Zeit allmählich lösen, auch wenn bei Ihrer letzten Fahrt noch alles fest saß.

Schritt 5: Passen Sie den Kamerawinkel an, um die beste Perspektive zu erhalten

Selbst eine perfekt montierte Kamera kann enttäuschendes Filmmaterial liefern, wenn sie in die falsche Richtung zeigt.

Einer der häufigsten Fehler, den Anfänger machen, ist, die Kamera zu hoch zu halten. Das Ergebnis ist ein Video, in dem viel Himmel zu sehen ist, während ein Großteil der Straße aus dem Bild verschwindet.

Setzen Sie stattdessen Ihren Helm auf, nehmen Sie in Ihrer üblichen Fahrposition auf Ihrem Motorrad Platz und sehen Sie sich den Kamerawinkel über die Begleit-App Ihrer Kamera oder das Frontdisplay (falls vorhanden) vorab an.

Eine gute Einleitung

Für die meisten Fahrten auf der Straße sollte ein ausgewogener Rahmen folgende Merkmale aufweisen:

  • 60–70 % der vor uns liegenden Strecke 
  • 20–30 % Horizont und umgebende Landschaft 
  • 10–20 % Motorrad-Cockpit oder Windschutzscheibe 

Diese Bildkomposition vermittelt dem Betrachter ein natürliches Gefühl von Geschwindigkeit und zeigt gleichzeitig die Umgebung sowie einen kleinen Teil des Motorrads, um den Kontext zu verdeutlichen.

Wenn Sie kurvige Bergstraßen filmen, sollten Sie die Kamera nicht zu tief ausrichten. Wenn Sie oben im Bild mehr Platz lassen, können Sie bevorstehende Kurven besser einfangen und die Fahrt wirkt so noch eindringlicher.

Schau zum Horizont

Ein schräger Horizont lenkt überraschend stark ab.

Nachdem Sie den Winkel eingestellt haben, nehmen Sie einen kurzen Testclip von 20 bis 30 Sekunden auf und sehen Sie ihn sich an, bevor Sie losfahren. Der Horizont sollte gerade erscheinen, und die Straße sollte während der normalen Fahrt in der Bildmitte bleiben.

Wenn man sich eine Minute Zeit für diese Anpassung nimmt, kann man sich nach einem ganzen Drehtag stundenlange Enttäuschung ersparen.

Schritt 6: Testen Sie alles, bevor Sie losfahren

Bevor Sie eine lange Fahrt antreten, sollten Sie eine kurze Ausrüstungskontrolle durchführen. Professionelle Motorrad-Content-Ersteller fahren selten los, ohne zuvor ihre Ausrüstung zu überprüfen, und diese Gewohnheit lohnt es sich, zu übernehmen.

Tipp aus der Praxis:

Vermeiden Sie es bei längeren Sommerausfahrten, Ihren Helm über längere Zeit der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. Hohe Temperaturen können manche Klebepolster aufweichen, insbesondere wenn diese noch nicht vollständig ausgehärtet oder bereits mehrere Jahre alt sind. Wenn Sie Ihren Helm im Schatten oder im Topcase verstauen, während das Motorrad geparkt ist, verlängert dies die Lebensdauer Ihrer Helmhalterung.

Welcher Stativkopf liefert die beste Videoqualität?

Die Videoqualität hängt nicht allein von der Kameraauflösung ab. Die Position der Kamera hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie realistisch und stabil das Filmmaterial wirkt.

Helmhalterung

Das Filmmaterial wirkt dynamisch, da die Zuschauer ganz natürlich jedem Blick und jeder Kopfbewegung folgen. Aus diesem Grund bevorzugen viele Motorrad-Vlogger und Reise-Influencer am Helm befestigte Kameras.

Brustbefestigung

Die Aufnahmen wirken auf unebenem Gelände zwar flüssiger, können aber den Eindruck erwecken, als hätten sie keinen Bezug zum Fahrer, da die Kamera nicht dorthin blickt, wohin der Fahrer schaut.

Lenkerhalterung

Diese Perspektive ist ruhig und gleichmäßig, wodurch sie sich ideal eignet, um das Motorrad oder die vor einem liegende Straße zu zeigen. Allerdings fehlt ihr das menschliche Element, das Fahrvideos aus der Ich-Perspektive so fesselnd macht.

Motorradkamera: Helmhalterung oder Lenkerhalterung – was ist sicherer?

Empfohlene SJCAM-Kameras für Motorradfahrer

Eine sichere Helmhalterung ist nur ein Teil der Ausrüstung. Um unterwegs flüssige, detailreiche Aufnahmen zu machen, benötigst du außerdem eine Action-Kamera, die Vibrationen, wechselnde Lichtverhältnisse und stundenlange Fahrten problemlos bewältigt.

Welche Kamera die beste ist, hängt davon ab, wie du fährst. Ganz gleich, ob du durch die Stadt pendelst, auf malerischen Landstraßen unterwegs bist oder Offroad-Strecken bewältigst – die Wahl des richtigen Modells kann einen spürbaren Unterschied bei deinen Aufnahmen ausmachen.

Fahrstil Empfohlene Kamera Warum es gut passt
Tägliches Pendeln SJCAM C110+ Ultrakompaktes Design, geringes Gewicht, einfache Montage am Helm, ideal für die täglichen Fahrten
Touren & Motorrad-Vlogging SJCAM SJ6 Ultra Zwei Bildschirme, 4K-Aufnahmen und eine lange Akkulaufzeit eignen sich hervorragend für längere Fahrten und die Erstellung von Inhalten
Abenteuer- und Sportfahren SJCAM SJ8 Pro Hochauflösende Aufnahmen, fortschrittliche Bildstabilisierung und erstklassige Bildqualität für anspruchsvolle Fahrbedingungen


SJCAM C110+ – Ideal für den Alltag

Wenn Sie auf der Suche nach einer leichten Kamera sind, die Ihren Helm nicht unnötig aufbläht, ist die SJCAM C110+ eine ausgezeichnete Wahl.

Dank ihres kompakten, würfelförmigen Designs lässt sie sich problemlos am Helm befestigen, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen – selbst bei längeren Fahrten. Trotz ihrer geringen Größe liefert sie gestochen scharfe Aufnahmen, die sich perfekt für den täglichen Weg zur Arbeit, Wochenendausflüge und ungezwungene Motorradabenteuer eignen.

Ideal für:

  • Tägliches Pendeln
  • Fahren in der Stadt
  • Wochenendausflüge
  • Fahrer, die eine leichte Ausrüstung bevorzugen

Häufig gestellte Fragen

1. Wo lässt sich eine Action-Kamera am besten am Motorradhelm befestigen?

Für die meisten Fahrer bietet die Kinnbefestigung die beste Balance zwischen Perspektive, Stabilität und Komfort. Da die Kamera nahe an Ihrer natürlichen Blickrichtung sitzt, nimmt sie Aufnahmen auf, die dem, was Sie während der Fahrt sehen, sehr nahe kommen.

Wenn Ihr Helmdesign keine Befestigung am Kinn zulässt, ist eine seitliche Befestigung in der Regel die nächstbeste Option.

2. Wie lange sollte ich warten, bevor ich eine selbstklebende Helmhalterung verwende?

Die meisten Hersteller empfehlen, Klebehalterungen vor der Befestigung einer Kamera mindestens 24 Stunden aushärten zu lassen. Wenn möglich, sorgt ein Warten von 48 Stunden für eine noch festere Verbindung, insbesondere wenn Sie mit Autobahngeschwindigkeit oder bei heißem Wetter fahren.

Wird die Halterung zu früh verwendet, kann dies ihre langfristige Zuverlässigkeit beeinträchtigen.

3. Beeinträchtigt die Befestigung einer Kamera an meinem Helm die Sicherheit?

Eine ordnungsgemäß montierte Action-Kamera erhöht das Gewicht Ihres Helms nur geringfügig, kann jedoch bei höheren Geschwindigkeiten die Aerodynamik leicht beeinträchtigen.

Um Risiken zu minimieren:

  • Verwenden Sie eine hochwertige Halterung, die speziell für Motorradhelme entwickelt wurde.
  • Befestigen Sie ein Sicherheitsseil als zusätzliche Sicherung.
  • Überprüfen Sie die Halterung regelmäßig auf Anzeichen von Verschleiß oder Lockerung.
  • Beachten Sie stets die örtlichen Vorschriften und die Empfehlungen des Helmherstellers.

4. Welche Kameraeinstellungen eignen sich am besten für Motorradfahrten?

Bei den meisten Fahrten auf der Straße bei Tageslicht bietet eine Auflösung von 4K bei 60 fps mit aktivierter elektronischer Bildstabilisierung eine hervorragende Balance zwischen Detailtreue und flüssigen Bewegungen.

Wenn Sie nachts fahren, kann eine Verringerung der Bildrate auf 30 fps die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen verbessern, da die Kamera so mehr Licht einfangen kann.

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